Ein Zuhause, in dem der Alltag etwas leichter fällt
Kleine praktische Vorbereitungen, bevor Unterstützung in das Zuhause eines älteren Angehörigen kommt.

Mit einem Blick auf die täglichen Wege beginnen
Bevor Sie Hilfsmittel kaufen oder ein Zimmer umgestalten, fragen Sie die dort lebende Person, was sie als angenehm empfindet und was sie behindert. Gehen Sie die häufigsten Wege ab: vom Schlafzimmer zum Bad, vom Lieblingssessel zur Küche und vom Eingang ins Wohnzimmer. Achten Sie auf herumliegende Gegenstände, störende Kabel und Bereiche, in denen die Beleuchtung das Sehen erschwert. Es geht darum, vertraute Abläufe gemeinsam leichter zu machen, nicht darum, sämtliche persönlichen Gegenstände zu entfernen.
Bäder und Treppen besonders beachten
Der Leitfaden Step Safely der Weltgesundheitsorganisation nennt Gefahren in der Wohnung und Anpassungen der Umgebung als Bestandteile der Sturzprävention. Achten Sie auf rutschige Flächen, unebene Stufen und Stellen ohne gut erreichbare Stützmöglichkeit. Besprechen Sie geeignete Handläufe, Haltegriffe oder andere Anpassungen mit einer qualifizierten Fachperson. Was in einer Wohnung oder für einen Menschen funktioniert, kann anderswo ungeeignet sein; eine Checkliste auf einer Website ersetzt keine individuelle Einschätzung.
Den Besuch vorbereiten, ohne alles zu übernehmen
Bewahren Sie Alltagsgegenstände gut erreichbar auf und vereinbaren Sie, wo eine Betreuungskraft das Benötigte findet. Erläutern Sie in einer Wohnanlage in Bangkok den Gebäudeeingang, die Anmeldung am Empfang und den Zugang zum Aufzug. Klären Sie vorgeschriebene Zutrittsformalitäten im Voraus. Holen Sie vor der Weitergabe von Zugangsinformationen eine Erlaubnis ein und beschränken Sie sie auf die Personen, die sie benötigen.
Eine kurze gemeinsame Liste erstellen
Wählen Sie mit der älteren Person einige praktische Schritte aus: einen häufig genutzten Weg freiräumen, eine vorhandene Leuchte prüfen, einen Platz für Alltagsutensilien vorbereiten oder Rat zu einem schwer nutzbaren Bad einholen. Halten Sie fest, wer welche Aufgabe übernimmt. Gehen Sie die Liste nach dem ersten Besuch erneut durch und stellen Sie dabei Selbstständigkeit und Wünsche der Person in den Mittelpunkt.
Allgemeine Informationen zur Planung in der Familie, keine individuelle medizinische Beratung. Fragen Sie die behandelnde medizinische Fachperson nach dem persönlichen Versorgungsbedarf.
← Zurück zum Journal